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30.03.2019

Scheich-Hengst schreibt Galopp-Geschichte im Dubai World Cup

DONNERWETTER, THUNDER SNOW!

Der im Besitz von Scheich Mohammeds Godolphin-Erfolgsstall stehende Sohn des im Gestüt Fährhof als Deckhengst tätigen Helmet schrieb am Samstagabend unter Jockey Christophe Soumillon im Dubai World Cup Geschichte: Nach 2018 gewann der von Saeed bin Suroor trainierte Super-Galopper das nun mit 12 Millionen US-Dollar dotierte 2.000 Meter-Dirt-Event in der Heimat des Emirate-Herrschers auf dem Meydan-Kurs vor rund 70.000 Zuschauern als erstes Pferd in der 24-jährigen Geschichte zum zweiten Mal!

Trotz der normalerweise ungünstigen Startnummer 12 im zwölfköpfigen Feld schaffte sein in Frankreich tätiger Star-Jockey das Kunststück, den 5:1-Mitfavoriten sofort an zweite, dritte Stelle hinter North America und an die Seite des Riesenaußenseiters Gronkowski zu führen. Eine glänzende Ausgangslage, die vorentscheidend war.

Doch bis das Gros der Fans am Persischen Golf und Scheich Mohammed jubeln konnten und die Siegbörse von 7,2 Millionen Dollar unter Dach und Fach war, war es ein starkes Stück Arbeit. Denn während North America auf der Zielgeraden nicht so recht weiterkam, erwies sich Gronkowski als erbitterter Widersacher. Sein englischer Reiter Oisin Murphy mobilisierte ebenfalls alle Reserven und hatte sich 200 Meter vor dem Ziel schon einen Vorteil verschafft, doch in wahrhaft meisterlicher Manier schaffte Christophe Soumillon mit Thunder Snow noch die Wende.

Nach 2:03,87 Minuten entschied eine Nase und damit der knappste aller möglichen Abstände für den Helmet-Sohn, worüber man sich im Gestüt Fährhof sicher ebenfalls mächtig freute, denn seit dieser Saison ist Helmet hier als Beschäler im Einsatz. Es war der vierte Godolphin-Sieg des Abends. Christophe Soumillon erklärte noch vom Pferd aus: „Ich bin Scheich Mohammed und Saeed bin Suroor sehr dankbar, dass sie mir diese Chance gegeben haben. Es war harte Arbeit, aber Thunder Snow hat riesigen Einsatz gezeigt.“

Neunter Triumph für Suroor

Saeed bin Suroor, der mit dem neunten World Cup-Sieg einen Rekord aufstellte, fügte hinzu: „Thunder Snow ist wirklich ein eisenhartes Pferd. Er lief in Europa und in Amerika, dort trat er noch im November im Breeders‘ Cup an. Er hat nun zweimal den World Cup gewonnen und hier auch das UAE Derby für sich entschieden. Es war so knapp, aber ich habe auf Gott vertraut, dass er uns den Sieg schenkt. Das ist ein brilliantes Ergebnis für das ganze Team, das so viel Arbeit in die Vorbereitung gesteckt hat. Besonders freut es mich für Scheich Mohammed. Ich denke, dass wir mit Thunder Snow wieder in die USA gehen.“

Der ebenfalls in Dubai trainierte Gronkowski unterlag minimal und lief als Zweiter das Rennen seines Lebens. Etwas deutlicher zurück verbesserte sich Gunnevera als bestes US-Pferd noch auf Rang drei vor Pavel, Audible und Yoshida. North America und Capezzano, der diesmal nie an die Spitze kam, bauten als Siebter bzw. Letzter klar ab.

Aus Dubai: Michael Hähn

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